DKM reist nach Oschersleben

01.09.2015

In der etropolis Motorsport Arena Oschersleben geht die Deutsche Kart Meisterschaft in die finale Phase. Bis jetzt präsentierten sich die drei Prädikatsserien DKM, DJKM und DSKM sehr ausgeglichen und garantieren knappe Rennentscheidungen. Über 100 Fahrer aus mehr als 20 Nationen gehen am kommenden Wochenende auf die Reise.

Im vergangenen Jahr feierte die 1.018 Meter lange Rennstrecke in der Magdeburger Börde seine Rückkehr in den DKM-Kalender und lieferten spannenden Sport. Dieser ist auch bei der diesjährigen Auflage garantiert. Bisher präsentierten sich die Rennen sehr ausgeglichen und bis jetzt gibt es in den drei Prädikaten noch keinen klaren Favoriten. Angeführt werden die Klassements durch Martijn van Leeuwen (DKM), Bent Viscaal (DJKM) und Davidé Fore (DSKM).

Die etropolis Motorsport Arena Oschersleben gehört zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Rennkalender und ist bei Fahrern und Teams besonders auf Grund der Nähe zur Automobilrennstrecke sehr beliebt. „Oschersleben ist die schnellste Strecke im DKM-Rennkalender. Auf der langen Gerade sind Motorpower und Windschatten gefragt. Ohne wird es sehr schwer zu überholen“, sagt BirelART-Werkspilot Marijn Kremers.

In der Königsklasse des deutschen Kartsports bestimmen derzeitig zwei Niederländer das Bild an der Spitze. Martijn van Leeuwen (CRG Keijzer Racing Team) und Richard Verschoor (RB Racing) gewannen jeweils drei Rennen und standen in allen anderen Wertungsläufen auf dem Siegerpodium. Nach der letzten Veranstaltung in Ampfing übernahm der amtierende Champion Martijn van Leeuwen die Gesamtführung und reist mit einem Polster von 13 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann nach Sachsen-Anhalt. „Vor den Rennen in Ampfing haben wir sehr hart gearbeitet und sind dort für unsere Mühen belohnt worden. Ausruhen dürfen wir uns aber nicht – Richard ist weiter in Schlagdistanz“, weiß van Leeuwen. Ebenfalls eng zusammen hängen die Verfolger: Christian Soerensen (Storm Development) aus Dänemark verbesserte sich in Ampfing in die Top-Drei. Mit nur sechs Punkten Rückstand folgt mit Julias Lassen (TK Racing) ein weiterer Däne auf Rang vier. Die Top-Fünf werden vom besten Deutschen Tom Lautenschlager (TB Motorsport Racing Team) abgeschlossen.

Die Jüngsten im Rahmen der Deutschen Kart Meisterschaft zögern die Titelentscheidung bis auf das Äußerste heraus. Der Niederländer Bent Viscaal (KSM Racing Team) hat als Führender die besten Karten, muss aber auf seine Verfolger Acht geben. Weiterhin in Lauerstellung ist Max Hesse (RS Motorsport): Trotz mehrfacher Podiumsplatzierungen, wartet Hesse noch immer auf seinen ersten Sieg in der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft und wird in Oschersleben wieder alles geben um den Sprung an die Spitze zu schaffen. Schon zwei Saisonsiege feierte hingegen der Dritte Emil Dose (Storm Development). Nach viel Pech während des Saisonauftaktes in Wackersdorf, kam der Däne in seiner Premierensaison immer besser in Fahrt und ist schon Dritter. „Nach meinem Sieg in Ampfing, weiß ich, dass wir konkurrenzfähig sind und freue mich auf eine spannende zweite Saisonhälfte“, sagte Dose im Siegerinterview. Knapp dahinter folgt mit David Brinkmann (KSM Racing Team) der nächste Pilot aus Deutschland. Die Top-Fünf werden komplettiert von Max Tubbben aus den Niederlanden.

Spannender denn je präsentieren sich die Schaltkarts. Während der ersten sechs Wertungsläufe, gab es fünf verschiedene Sieger. Angeführt wird das Gesamtklassement nach der Halbzeit von dem mehrfachen Kart Welt- und Europameister Davide Foré (Renda Motorsport). Mit einem Doppelsieg in Ampfing und Podesträngen in Genk hält der Italiener seine jüngere Konkurrenz in Schach und hat erstmalig die Chance die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. „Es ist das erste Jahr, in dem ich alle Rennen der DSKM bestreite und möchte nun die Chance nutzen“, blickt der Italiener den ausstehenden Rennen entgegen. Ihn davon abhalten möchten aber seine Mitstreiter, allen voran Jorrit Pex (Pex Racing Team). Der amtierende Vierfach-Champion hatte in Ampfing nur eine Punkteausbeute von 27 Zählern und fiel auf Position zwei zurück. Ebenfalls in Lauerstellung ist Alexander Schmitz (KSM Racing Team) – der beste Fahrer aus Deutschland reiht sich als Dritter ein. Platz vier und fünf teilen sich die Wackersdorf-Laufsieger Menno Paauwe (Paauwer Kart Racing) und Maik Siebecke (SRP Racing Team).

Bereits am Freitag fällt in Oschersleben der Startschuss. In den freien Trainings können sich die Fahrer auf den Kurs einstellen, Samstagsmorgens wird es dann im Zeittraining ernst. Die besten 34 Piloten nach den Vorläufen starten am Sonntag in den insgesamt sechs Finalrennen. Wer nicht in Oschersleben vor Ort ist, darf sich wieder über mehr als 16 Stunden Live-Bilder freuen.