Genk erwartet aufregendes DKM-Finale

30.09.2014

Am kommenden Wochenende (4.-5. Oktober) gastiert die Deutsche Kart Meisterschaft zum großen Finale im belgischen Genk. Auch beim letzten Saisonrennen erfreuen sich die drei Prädikatsserien des DMSB einem großen Interesse. Über 130 Teilnehmer gehen an den Start und versprechen abwechslungsreiche Rennen, denn in allen drei Klassen gilt es die Meister zu küren.

So spannend war eine DKM-Saison schon lange nicht mehr. In allen drei Serien kämpfen die Pilotinnen und Piloten noch um den Meistertitel. Mit über 130 Teilnehmern aus dem In- und Ausland sind die Felder der drei Serien Deutsche  Kart Meisterschaft, Deutsche Junioren Kart Meisterschaft und Deutsche Schaltkart Meisterschaft auch beim Finale erfreulich stark besetzt und unterstreichen das große Interesse an der Rennserie.

Der Kurs in Belgien ist zum vierten Mal Teil des DKM Rennkalenders und erfreut sich bei Fahrern und Teams einem großen Interesse. Durch sein modernes Design bietet die 1.360 Meter lange Strecke zahlreiche Überholmöglichkeiten und ist ein Garant für abwechslungsreiche Rennen und knappe Entscheidungen. Als Gesamtführende treten Jehan Daruvala (DKM), Mick Junior (DJKM) und Rick Dreezen (DSKM) die Reise nach Belgien an.

In der Königsklasse des deutschen Kartsports meldete sich der Brite Jehan Daruvala (Ricky Flynn Motorsport) in Kerpen zurück im Titelrennen. Mit einem Doppelsieg sammelte er fleißig Punkte und geht als Gesamtführender ins Rennen. Doch ihm dicht im Nacken sitzt Martijn van Leeuwen (Keijzer Racing), der Niederländer hatte zuletzt großes Pech und musste in Kerpen einen Ausfall verzeichnen, von Aufgabe aber keine Spur. „So etwas gehört zum Motorsport dazu. Unter Berücksichtigung der Streichergebnisse ist noch alles möglich“, erklärt van Leeuwen. Eng wird es auch bei der Vergabe des letzten Podestrangs: Der Russe Egor Stupenkov (Forza Racing) belegt derzeitig Rang drei, muss sich aber in Acht nehmen – in der Verfolgerposition lauert André Matisic (KKC Racing/PDB Germany). Der amtierende deutsche Kart Meister hat nur noch theoretische Chancen den Titel zu verteidigen, trotzdem wird der voll attackieren und peilt in der Endabrechnung ein Top-Drei-Resultat an.

Bei den Junioren gehen gleich mehrere frischgebackene Champions an den Start. Enaam Ahmed (Ricky Flynn Motorsport) aus England gewann in diesem Jahr die Kart Welt- und Europameisterschaft und möchte nun auch noch den deutschen Titel auf seinem Konto verbuchen. Doch in der Gesamtwertung liegt er nur auf Position vier. Angeführt wird das Championat vom deutschen Vize Welt- und Europameister Mick Junior (KSM Racing Team). Der Tony-Kart-Pilot feierte bisher zwei Saisonsiege und zählt damit die meisten Erfolge auf seinem Konto. Sein direkter Verfolger ist David Beckmann, nach dem Vizetitel in 2013 möchte der Pilot aus dem ADAC Stiftung Sport-Förderkader in dieser Saison den Titel gewinnen. „In Kerpen habe ich meinen ersten Laufsieg in diesem Jahr gefeiert und freue mich auf Genk. Die Strecke gefällt mir sehr gut“, zeigt sich der Youngster zielsicher. Vielleicht steht am Ende aber auch ein anderer Fahrer an der Spitze. Chancen haben auch noch der Dritte Maximilian Fewtrell (Ricky Flynn Motorsport), Enaam Ahmed und Juan Correa (Energy Corse) aus den USA.

So spannend war der DSKM-Titelkampf lange nicht mehr: Die beiden Dreifach-Champions Rick Dreezen (CRG Holland) und Jorrit Pex (CRG Holland) führen das Klassement punktgleich an und sind auf dem Weg Geschichte zu schreiben. Noch nie ist es einem Piloten gelungen viermal die DSKM zu gewinnen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, das Duo kennt die Strecke in Genk so gut wie kein anderer und wird dort auf Augenhöhe um die Siege kämpfen. „Diese Saison ist wirklich verrückt. Nach der ersten Jahreshälfte sah es gar nicht gut aus, nun bin ich doch wieder im Titelrennen“, erzählt Jorrit Pex.  Vielleicht stammt der neue deutsche Meister aber auch aus Finnland. Simo Puhakka (AVG Racing) schlich sich leise in den Favoritenkreis und hat nur vier Punkte Rückstand auf das Führungsduo. Ebenfalls Titelchancen hegt der Ire John Norris (Mach1 Motorsport) aus dem Kader des deutschen Chassishersteller Mach1. In seiner ersten Schaltkart-Saison etablierte er sich direkt an der Spitze und siegte beim Gastspiel in Oschersleben.

Nach aufkommender Kritik an der Arbeitsweise, der sonst so beliebten Race-Control hat Serienkoordinator Stefan Wagner reagiert und schon für das Finale in Genk Neustrukturierungen umgesetzt: „Wir haben zahlreiche Anrufe und Hinweise unserer Teilnehmer erhalten. Diese nehmen wir sehr ernst und versuchen darauf einzugehen. Für Genk haben wir die Anzahl der Mitarbeiter in der Race-Control erhöht, Verantwortlichkeiten verschoben und setzen nochmals neue Technik ein.“

Wie bei den vorangegangenen Rennen steht der Samstag im Zeichen des Qualifying und den Vorläufen. Daraus werden die Startaufstellungen für die ersten Finalrennen bestimmt, nur die besten 34 Fahrer jeder Klasse dürfen dran teilnehmen. Wer nicht nach Genk reist, kann alle Geschehnisse Live im DKM-Video-Stream unter: http://new.livestream.com/kart-data/dkm-2014-05 verfolgen.